Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 2015

Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 2015Vom 19. bis 22. November 2015 finden die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen in der Wuppertaler Schwimmoper statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Schwimmer mit einem Platz unter den TOP 100 der Deutschen Bestenliste auf der jeweiligen Strecke. Für die Spitze des Deutschen Schwimm-Verbandes geht es nicht nur um Edelmetall, sondern auch um die Qualifikation für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Netanya/Israel (2. bis 6. Dezember 2015).

Das Team der SG Mittelfranken ist dieses Jahr mit 13 Schwimmerinnen und 5 Schwimmern vertreten. Für alle geht es um gute Platzierungen, auch die eine oder andere Finalteilnahme ist das Ziel. Gemeldet ist das Team außerdem für alle sechs Staffeln.

Tag 1:

Am ersten Tag der Meisterschaften werden die langen Strecken 400 m Lagen, 800 m Freistil weiblich und 1500 m Freistil männlich geschwommen. Erstmals im Programm einer Kurzbahn-DM ist die 4 x 50 m Freistil Mixed-Staffel.

Einen guten Start hatte Daniela Neubig (1996, TB/SGM), die über 400 m Lagen Platz 20 belegte. Ihre Teamkollegin Marie Graf (1999, TB/SGM) schwamm auf Platz 26.

Bei den Männern endeten die 400 m Lagen mit einem Paukenschlag. 200-m-Brust-Weltmeister Marco Koch verbesserte den fünf Jahre alten nationalen Rekord von Yannick Lebherz um 3,21 Sekunden auf 4:01,87 Minuten. Gute Leistungen zeigten auch die beiden jungen Schwimmer der SG Mittelfranken, Peter Varjasi (2000, TB/SGM) und Nikita Rodenko (2001, TB/SGM). Sie konnten sich deutlich steigern und waren jeweils die schnellsten ihres Jahrgangs. In der offenen Wertung belegten sie die Plätze 31 und 37.

Über 1500 m ging der 14-jährige Ukrainer Rodenko gleich ein zweites Mal an diesem Tag an den Start und sorgte für eine Überraschung. Mit seiner Zeit von 15:55,03 Minuten unterbot er knapp den fast 31 Jahre bestehenden Altersklassenrekord und belegte damit Platz 21. Leistungen von nichtdeutschen Schwimmern können jedoch nicht als DSV-Altersklassenrekorde anerkannt werden. Ferdinand Reng (1998, TB/SGM) kam auf Platz 49.

Den Abschluss des Tages bildete die 4 x 50 m Freistil Mixed-Staffel. Die Schwimmer der SG Mittelfranken Ferdinand Reng, Katrin Gottwald (1999, TSVA/SGM), Konstantin Walter (1997, TB/SGM) und Pascale Freisleben (2001, TB/SGM) lieferten mit persönlichen Bestzeiten eine gute Mannschaftsleistung ab und belegten unter 31 gemeldeten Staffeln den 8. Platz.

Tag 2:

Zwei Finalteilnahmen

Am zweiten Tag der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften standen bei der SG Mittelfranken zehn Einzel- und zwei Staffelstarts auf dem Programm.

Die aussichtsreichsten Kandidaten für eine Finalteilnahme am heutigen Tag waren die beiden Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaften 2015, Konstantin Walter (1997, SGM/TB) und Katrin Gottwald (1999, SGM/TSVA). Beide enttäuschten nicht. Konstantin Walter schwamm sich mit persönlicher Bestzeit ins B-Finale über 200 m Freistil und konnte sich dort noch einmal steigern. Er belegte den 15. Platz in 01:46,65 Minuten. Katrin Gottwald schaffte ebenfalls den Sprung ins B-Finale und schwamm dort in 55,49 Sekunden auf Platz 12.
Auch die weiteren Teilnehmer des TB Erlangen lieferten zum Großteil Bestzeiten ab.
Daniela Karst (1993), die die meisten Meldungen der SG bei diesen Meisterschaften hat, startete gleich zweimal und belegte über 100 m Brust Platz 26 und über 50 m Schmetterling Platz 32. Brustspezialistin Sofie Ehrlicher (2000) schwamm ebenfalls die 100-m-Strecke und erreichte den 29. Platz. Svenja Schüren (1998) wurde 49. über 400 m Freistil. Auch Varinka Albert (1999) absolvierte heute zwei Einzelstarts. Über 50 m Schmetterling erreichte sie den 29. Platz und über 200 m Rücken schwamm sie auf Platz 54. Ebenfalls über 200 m Rücken starteten weitere zwei Mittelfranken. Daniela Neubig (1996) wurde 27. und Karla Völcker (1999) belegte Platz 38.
Am Ende des Vormittagsabschnittes konnte jeweils eine Männer- und eine Frauenstaffel der SG Mittelfranken über 4 x 50 m Freistil starten. Alle Schwimmer lieferten dabei gute Zeiten ab. Konstantin Walter, Ferdinand Reng (1998), Peter Varjasi (2000) und Nikita Rodenko (2001) erkämpften sich den 11. Platz. Das Damen-Team mit Svenja Schüren, Pascale Freisleben (2001), Anna Ehemann (2000) und Katrin Gottwald erreichte Platz 13.

Tag 3:

Konstantin Walter schwimmt ins A-Finale

Eine richtige Erfolgsserie legten die Sportler der SG Mittelfranken am dritten Tag der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften hin. Eine A- und fünf B-Finalteilnahmen waren das Resultat der Vorläufe am Vormittag.

Zu Beginn des Finalabschnittes knackte Florian Vogel (SG Stadtwerke München) die sieben Jahre alte Bestmarke von Paul Biedermann und schwamm in 07:33,44 Minuten über 800 m Freistil einen neuen Deutschen Rekord.
Für die SG Mittelfranken gab es gleich mehrere Highlights. Konstantin Walter (1997, SGM/TB) qualifizierte sich mit seiner Vorlaufzeit über 100 m Freistil für das B-Finale und belegte dort den 14. Platz. Über 200 m Rücken zeigte er sich in Top-Form. Mit seiner Zeit von 01:58,26 Minuten gelang ihm der Einzug ins A-Finale und schwamm dort auf Platz 8.
Ein richtig gutes Rennen zeigte auch der 15-jährige Ungar Peter Varjasi (SGM/TB) über 100 m Lagen. Bereits im Vorlauf unterbot er mit seiner Zeit von 57,06 Sekunden den bestehenden Altersklassenrekord. Aber wie schon zwei Tage zuvor bei Nikita Rodenko kann dieser aufgrund der nichtdeutschen Staatsangehörigkeit nicht als DSV-Altersklassenrekord anerkannt werden. Im B-Finale konnte sich Peter Varjasi um weitere 7 Hundertstel steigern und kam auf den 15. Platz.
Über 200 m Schmetterling erreichten gleich alle drei Schwimmerinnen der SG-Mittelfranken das B-Finale. Katrin Gottwald (1999, SGM/TSVA), die erst dieses Jahr diese Strecke für sich entdeckt hat, machte hier zwei Platzierungen gut und schob sich von Rang elf auf Rang neun. Schmetterling-Spezialistin Michelle Messel (1997, SGM/TB) erreichte Platz 13 und Daniela Karst (1993, SGM/TB) schwamm auf Platz 16.
Joshua Bez (1995, SGM/TB) verpasste mit seinem 17. Platz über 200 m Schmetterling nur um 6 Hundertstel die Finalteilnahme.
Varinka Albert (2000, SGM/TB) und Karla Völcker (1999, SGM/TB) schwammen in Bestzeit über 50 m Rücken auf die Plätze 20 und 44.
Über 50 m Brust zeigten sich Daniela Karst und Sofie Ehrlicher (2000, SGM/TB) ebenfalls in Bestform und erreichten die Plätze 23 und 36. Hannah Hofmockel (2000, SGM/TSVK) schwamm auf Platz 62.
Marie Graf (1999, SGM/TB) wurde 33. über 200 m Lagen und Katrin Gottwald belegte Platz 21 über 200 m Freistil.
Mit den 4 x 50 m Lagenstaffeln standen auch am dritten Tag zwei Mannschaftswettbewerbe auf dem Programm. Varinka Albert, Sofie Ehrlicher, Daniela Karst und Katrin Gottwald erkämpften sich den 12. Platz, Konstantin Walter, Peter Varjasi, Joshua Bez und Ferdinand Reng schwammen auf Platz 17.

Tag 4:

Zum Abschluss zwei Finalteilnahmen

Am letzten Tag der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften schafften erneut zwei Schwimmer der SG Mittelfranken den Einzug ins B-Finale. Beide nutzten die Chance um sich noch einmal zu steigern.

Daniela Karst (1993, SGM/TB) konnte sich über 200 m Brust um zwei Plätze verbessern und belegte in einer Zeit von 2:33,91 Minuten Platz 14. Bei einem weiteren Start über 200 m Schmetterling belegte sie Platz 49.

Konstantin Walter (1997, SGM/TB) zeigte über 400 m Freistil von Beginn an ein beherztes Rennen und schlug am Ende in neuer Bestzeit von 3:49,63 Minuten als 13. an.

Gute Leistungen zeigten auch die beiden jüngsten Teilnehmer des Teams. Nikita Rodenko (2001, SGM/TB) schwamm auf der gleichen Strecke auf Platz 27. Pascale Freisleben (2001, SGM/TB) belegte über 1500 m Freistil den 21. Platz. Ihre Schwester Dominique (2000, SGM/TB) wurde 45., Anna Ehemann (2000, SGM/TB) erreichte Platz 47.

Peter Varjasi (2000, SGM/TB) konnte auch heute mit Bestzeiten glänzen. Über 200 m Lagen wurde er 20. und über 200 m Brust belegte er Platz 23. Über 200 m Brust starteten auch Hannah Hofmockel (2000, SGM/TSVK) und Marie Graf (1999, SGM/TB). Sie schwammen auf die Plätze 40 und 56.

Über 50 m Freistil kam Katrin Gottwald (1999, SGM/TSVA) auf Platz 28, Ferdinand Reng (1998, SGM/TB) auf den 34. Platz.

Varinka Albert (2000, SGM/TB) absolvierte an diesem Tag zwei Einzelstarts. Über 200 m Schmetterling belegte die 15-jährige Platz 38, über 100 m Rücken Platz 52. Auf der gleichen Strecke schwamm Karla Völcker (1999, SGM/TB) in Bestzeit auf Platz 30.

Schmetterling-Schwimmer Joshua Bez (1995/TB) erreichte auf der 100-m-Distanz den 34. Platz.

Noch einmal richtig Gas gaben die vier Schwimmer der 4 x 50 m Lagen Mixed-Staffel. Konstantin Walter, Peter Varjasi, Varinka Albert und Katrin Gottwald belegten dabei den 9. Platz.

Roland Böller, Cheftrainer in Erlangen, zeigte sich insgesamt mit den Leistungen der Sportler zufrieden.