Hoch hinaus

Während die Schwimmerinnen der SG Mittelfranken um den Verbleib in der 1. Bundesliga kämpfen, geht es für die Jungs am Wochenende um den Aufstieg in die 2. Liga.

Nach dem furiosen Aufstieg in die 1. Bundesliga in der letzten Saison steht die erste Frauenmannschaft der SG Mittelfranken Schwimmen nun vor einer ganz neuen Aufgabe: Klassenerhalt. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagte Trainer Roland Böller im Vorfeld, „aber wir werden alles dafür geben, dieses Ziel zu erreichen.“ Die SGM-Mädchen waren als zweitbeste Mannschaft der 2. Bundesliga Süd mit 17.212 Punkten aufgestiegen und befinden sich damit nun auf Ausgangsposition zwölf, dem letzten Rang der 1. Liga. Ab morgen gilt es, diesen Platz zu verlassen und an mindestens zwei Mannschaften vorbeizuziehen. Denn die beiden Letztplatzierten müssen in ihre jeweiligen 2. Bundeligen Süd, Nord oder West absteigen. Ein potentiell schwieriges Unterfangen angesichts der starken Konkurrenz, doch Böller glaubt an seine Schwimmerinnen: „Sie werden gemeinsam alles dafür geben.“ Das Schöne am Liga-Schwimmen sei, so Böller, dass man ein Stück weit von der großartigen Stimmung, dem Teamgeist und dem vereinten Willen getragen wird. „Bei diesem Wettkampf“, sagt der langjährige Schwimmtrainer, „sind Bestzeiten oft an der Tagesordnung.“ Das macht Hoffnung auf einen Klassenverbleib der Erlanger Athletinnen, die mit Katrin Gottwald eine starke Nürnbergerin an ihrer Seite haben. Ein klein bisschen Wehmut ist für die Mannschaft und ihren Trainer auch dabei: Mareike Förster, eine Leistungsträgerin der letzten Jahre, kann diese Saison nicht unterstützen. Sie ist nach ihrem Abitur im letzten Jahr zum Trainieren und Studieren in die USA gewechselt. Der Rest des Teams jedoch sei optimal vorbereitet und werde es den Konkurrentinnen nicht leicht machen.

Die erste Männermannschaft hat einen ganz anderen Weg hinter sich – und somit auch ganz andere Ziele. Im letzten Jahr stiegen sie als deutlicher Sieger mit 14834 Punkten (das zweite Team hatte 13421 Punkte) in die Bayernliga auf. Mit diesem Ergebnis hätten sie auch gleich den Einzug in die 2. Liga geschafft, doch ein Schritt nach dem anderen. Was sie wollen, und was im Bereich des Möglichen liegt, ist also klar: Aufstieg. „Die Jungs gehören sicher zu den Favoriten für die 2. Bundesliga Süd.“ Entschieden werde es aber, so Böller, im Wasser. Das Team ist vergleichsweise jung. Zwei der Leistungsträger, Nikita Rodenko und Peter Varjasi, sind erst 15 und 16 Jahre alt. Das bereitet den SGM-Schwimmern aber keine Sorgen. „Wir werden kämpfen“, so Nikita Rodenko.