2. Bundesliga Schwimmen – Platz vier für SGM-Schwimmer

Schwäbisch Gmünd: Bei den Aufstiegskämpfen in der 2. Bundesliga-Süd konnten das Mädchen und Jungsteam der SG Mittelfranken jeweils auf den vierten Platz schwimmen.

Einmal im Jahr finden die Wettkämpfe in den unterschiedlichen Ligen der Schwimmer statt. Anders als zum Beispiel bei Ballsportarten müssen die Sportler auf dem Punkt fit sein, da nur ein Tag über Aufstieg, Verbleib oder Abstieg aus der Liga entscheidet. Alle Strecken werden doppelt besetzt, jeder Athlet darf maximal viermal an den Start gehen.

Ausfall im Herrenteam

Bei den Jungs gab es schon zu Beginn kurzfristig Besetzungsprobleme. Der mit Abstand erfolgreichste Nachwuchsschwimmer Nikita Rodenko konnte aufgrund eines Infekts nicht teilnehmen und musste durch Julian Richter und Kai Kisberi ersetzt werden, die normalerweise in der 2. Mannschaft an den Start gegangen wären.  Doch durchweg starke Leistungen beförderten beide Teams bereits zum Ende des ersten Durchgangs auf einen der Spitzenplätze der Tabelle. Herausragende Auftritte des ersten Durchgangs zeigten vor allem Annalena Wagner, die in 58,45 Sekunden über 100m Freistil auf sich aufmerksam machte und Christoph Mooser, der über die anspruchsvolle 400m Lagendistanz seine alte Bestzeit um mehrere Sekunden auf 4:36,72 Minuten schrauben konnte. Die Damen lagen nach dem ersten Abschnitt mit 8183 Punkten nur knapp hinter DSW Darmstadt, die 8275 Punkte auf dem Konto hatten. Die Herren lagen ebenfalls denkbar knappe 117 Punkte hinter Freiburg.

Vollgas in Durchgang zwei

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag vom Deutschen Meister Peter Varjasi, der über seiner Paradestrecke 100m Brust in 1:02,60 Minuten als erster Schwimmer der SG Mittelfranken die 700 Punktemarke knackte. Seine Zeit brachten ihm 701 Punkte. Über diese Strecke war auch der Weltrekordler und Weltmeister Marco Koch am Start, der die Konkurrenz düpierte. Die im Freiwasser erfolgreiche Marie Graf schwamm über 800m Freistil eine ebenfalls starke Zeit von 9:11,68 Minuten. Eine außergewöhnliche Leistung zeigte hier die erst 13- jährige Wiesbadenerin Rosalie Kleyboldt, die in 9:05.47 Minuten mit großem Vorsprung gewann. Die punktbeste Einzelleistung der SGM-Schwimmer sowie die beste Platzierung lieferte Konstantin Walter. Der 19- jährige konnte nach knapp 7-monatiger Wettkampfpause erstmals wieder seine Bestzeiten angreifen. So schwamm er über die 100m Freistil auf Platz zwei in 50,34 Sekunden und holte damit 711 Punkte.

Unter dem Strich mussten sich beide Teams jedoch deutlich den ersten drei Mannschaften geschlagen geben. 400-500 Punkte trennten die Mannschaften der SGM von den jeweils Drittplatzierten. Aufsteiger in die 1. Bundesliga bei den Damen sind nun der SC Wiesbaden, bei den Herren konnte Darmstadt, angeführt von Deutschlands derzeit bestem Schwimmer, Marco Koch, souverän in die erste Liga einziehen. Durch weitere Leistungssteigerungen jedoch kann auch für die Erlanger Schwimmer der Aufstieg in den nächsten Jahren in realistische Nähe rücken.

(Elena Walter)