Olympiatickets, Junioren-EM und Abistress

Die Schwimmer der SG Mittelfranken gehen mit gemischten Voraussetzungen in die nationalen Titelkämpfe. Für Katrin Gottwald und Marie Graf steht die Qualifikation für die Junioren-EM an. Michelle Messel, Konstantin Walter  und Ferdinand Reng können aufgrund der Abiturprüfung erst verspätet anreisen.

Viel Medienpräsenz wird es geben bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Schwimmen, die von Donnerstag bis Sonntag in Berlin stattfindet. Denn es ist Olympiajahr und im Olympiajahr versammeln sich die Besten der Besten auf bestem Niveau.
Ein Erlanger und ein Nürnberger werden im Kampf um die Olympiatickets dabei sein: Nils Wich-Glasen, künftig startend für die SG Stadtwerke München, wird sich über seine Paradestrecke 200m Brust versuchen, Fabian Schwingenschlögl der für den 1. FCN Schwimmen an den Start geht, hat gute Chancen das begehrte Ticket über 100 m Brust zu lösen. Während Fabian und Nils im medialen Fokus stehen, geht es bei den Schwimmern der SG Mittelfranken ruhiger, aber nicht weniger spannend zu.
Zwei Schwimmer sind potentielle Kandidaten für ein A-Finale, das heißt das schnellste Finale mit den besten zehn Schwimmern Deutschlands. Diese werden am Samstag- und Sonntagnachmittag live in der ARD übertragen. Zu diesen Kandidaten zählt Katrin Gottwald. Für die Nürnbergerin geht es bei der DM erneut um die Qualifikation für die Junioreneuropameisterschaften. Über 200m Freistil liegt die 17-Jährige derzeit auf Rang neun deutschlandweit, über 100m Freistil auf Rang 13. Um zur JEM fahren zu dürfen, muss Gottwald schwierige Normzeiten erfüllen und Zweitschnellste über eine Strecke werden. Neben Gottwald hat auch Konstantin Walter die Fähigkeiten, in die Finals zu schwimmen. Der 19-Jährige legt allerdings parallel sein Abitur ab, am Freitag ist die letzte schriftliche Prüfung, dann wird er direkt aufbrechen nach Berlin.
Auch die Erlanger Schwimmer Michelle Messel und Ferdinand Reng müssen noch bis Freitag über ihren Büchern sitzen. Eine Chance auf die Teilnahme an der JEM hat Walter nicht mehr, da er schon zwei Jahre in Folge teilgenommen hat. Qualifizieren könnte sich allerdings Marie Graf. Sie war mit Gottwald und Walter letztes Jahr zu den Europaspielen nach Baku gereist. Ob es die Schwimmerin auf die Liste schafft, steht jedoch auf der Kippe. „Marie“, sagt Böller, „hatte kein leichtes Jahr.“ So war sie immer wieder verletzungsbedingt ausgefallen. „Aber sie ist eine Kämpfernatur“, so ihr Trainer, „ich traue ihr das zu.“ Aus den Reihen der jüngeren Athleten haben Nikita Rodenko und Peter Varjasi die besten Voraussetzungen, um im vorderen Feld mitzuschwimmen. Mit ihren 15 bzw. 16 Jahren sind ihnen die erfahrenen älteren Sportler allerdings noch ein wenig voraus. Ansonsten ist man in den Staffeln gut aufgestellt. Letztes Jahr reichte es über 4x200m Freistil der Frauen zur Bronzemedaille. Ob dies nun erneut Katrin Gottwald, Pascale Freisleben, Marie Graf und Antonia Berger gelingt, liege im Rahmen des Möglichen, so Böller. „Wir streben auf jeden Fall einen Platz unter den Top sechs an.“

Wir wünschen allen viel Erfolg in Berlin!